Schwerpunkt Bewegungsstörungen
In der Neurologischen Klinik sind Bewegungsstörungen eines der Schwerpunktgebiete. Die meist bekannte Bewegungsstörung ist der Morbus Parkinson mit etwa 200.000 betroffenen Personen in Deutschland. In der Kategorie Bewegungsstörungen gibt es aber auch mehrere andere relevante Erkrankungen, wie z. B. Tremorerkrankungen, Ataxien, Restless legs (RLS ), Dystonieerkrankungen die Multisystematrophien, Progressive Supranucleaere Parese (PSP) und medikamentös ausgelöste Bewegungsstörungen.
Die Neurologische Klinik im Klinikum Bremerhaven zählt zu den aktivsten auf diesen Gebieten in Deutschland. In den letzten Jahren hat die Entwicklung bezüglich diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten bei Bewegungsstörungen enorm zugenommen. Wir bietet für unsere Patienten auf diesen Gebieten Zugang zu den neuesten diagnostischen und therapeutischen Entwicklungen. Zur Optimierung der Diagnostik und Therapie bei Patienten mit Bewegungsstörungen stehen zwei qualifizierte Parkinson Krankenschwesetern zur Verfügung.
Diagnostische Möglichkeiten
In der Neurologischen Klinik stehen alle Untersuchungsmethoden die für Diagnostik bei Bewegungsstörungen notwendig sind direkt oder in Kooperationen zur Verfügung. Dies bedeutet klinische Untersuchungen mit z. B. L-Dopa-Test, Apomorphin-Test, neurophysiologische Diagnostik, neuropsychologische Tests, logopädische Diagnostik, sowie radiologische Diagnostik mit Computer-Tomographie und Kernspintomographie. In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) werden alle wichtigen diagnostischen SPECT (HMPAO-Spect und DAT-Scan-Spect) und PET-Untersuchungen organisiert werden. Laborchemische und humangenetische Diagnostik werden zum Teil im Hause und zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Laboratorien durchgeführt.
Therapeutische Möglichkeiten
Die Neurologische Klinik bietet alle wesentlichen Therapien für Erkrankungen auf dem Gebieten der Bewegungsstörungen an. Dies bedeutet Pharmakotherapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und neuropsychologische Therapie. Zu den besonderen Therapien gehören, z. B. die Infusionstherapie mit Apomorphin subcutan und intraduodenaler L-Dopa Infusion für Patienten mit Morbus Parkinson.
Forschungsaktivitäten
Die klinischen Forschungsaktivitäten der Klinik sind Projekte der Neuentwicklungen auf den Gebieten der Pharmakotherapie und Neuroprotektion sowie auch bezüglich Methoden zur objektiven und quantitativen Beurteilung von Bewegungsstörungen. Die Zusammenarbeit liegt vor allem mit anderen Kompetenznetz-Parkinson-Zentren, Universtität Göteborg, Universität Lund (Schweden), Hammersmith Hospital, National-Hospital für Neurology and Neurosurgery und Kings College Hospital (London), England, vor.
Kontakt
Ansprechpartner für den „Schwerpunkt Bewegungsstörungen" ist
Chefarzt
Herrr Prof. Dr. Per Odin
Facharzt für Neurologie
t 299-3419
e per.odin(at)klinikum-bremerhaven.de