KONTAKT IMPRESSUM

Qualitätsmanagement Strukturen

Einleitung

Das KBR hat ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und führt es kontinuierlich fort. Ziel ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Das Qualitätsmanagement soll dazu beitragen, unsere qualitativen und quantitativen Unternehmensziele zu definieren und zu strukturieren, ihre Umsetzung zu verfolgen, den Grad der Zielerreichung festzustellen, Verbesserungspotentiale zu identifizieren und diese in den Qualitätszyklus mit einzubeziehen. Neue Managementkonzepte bieten uns die Möglichkeit, Ideen und Ansätze für Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren. 

Um dies zu erreichen haben wir die Systematik nach DIN EN ISO 9001:2008 ausgewählt.

Wesentliche Instrumente des Managementsystems sind ein systematisches Projektmanagement, ein strukturiertes digitales Handbuch, schriftliche Anweisungen, schriftliche Konzepte, interne und externe Audits sowie die Durchführung von Befragungen. 

Wir wollen damit Transparenz innerhalb des Klinikums für die Mitarbeiter herstellen und das Vertrauen der Patienten, der Zuweiser, der Kostenträger und der Kooperationspartner und die Qualität unserer Leistungen sichern. 

Organisation des Qualitätsmanagements

Verantwortlich für die Auswahl eines geeigneten Qualitätsmanagementsystems und die strategische Ausrichtung der Ziele und Aktivitäten ist die Geschäftsführung. 

Die Verantwortung für die Planung und Entwicklung im Qualitätsmanagement liegt bei der Lenkungsgruppe QM und der Stabsstelle Leitung des Qualitätsmanagements (LQM). In den jeweiligen Kliniken / Bereichen sind die Führungskräfte für die Umsetzung des Qualitätsmanagements verantwortlich. Sie erhalten dazu Unterstützung von den Qualitätsmanagement Beauftragten (QMB), die sowohl die konzeptionelle Entwicklung als auch der Umsetzung der Regelungen vor Ort aktiv unterstützen.

Leitung QM

Die Aufgaben des LQM sind:

  • Ansprechpartner für die Geschäftsführung sowie für die QMB zum Thema Qualitätsmanagement
  • Projektmanagement des Gesamtprojektes „Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems"
  • Überführung des Qualitätsmanagements in die Routine
  • Koordinierung von Einzelprojekten
  • Bericht an die Geschäftsführung
  • Leitung und Koordination der QM Lenkungsgruppe
  • Aufbau und Strukturierung des digitalen Handbuches

Qualitätsmanagement Lenkungsgruppe

Die Mitglieder und Aufgaben der Lenkungsgruppe sind in der Geschäftsordnung der QM Lenkungsgruppe schriftlich festgelegt.

Aufgaben der Lenkungsgruppe sind:

  • die Diskussion und Freigabe von krankenhausweiten Regelungen
  • die Entscheidung über die Umsetzung von Lösungs- und Änderungsvorschlägen des Qualitätsmanagements, insbesondere dann, wenn diese bereichsübergreifende Maßnahmen erfordern oder besondere Kosten verursachen
  • Definition der allgemeinen Strategie zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements.

Qualitätsmanagement Beauftragte (QMB)

In den Bereichen wurden 66 QMB im Qualitätsmanagement sowie der DIN EN ISO Systematik geschult.

Die QMB haben folgende Aufgaben:

  • Als Ansprechpartner vor Ort für die Mitarbeiter der Abteilung und des Bereichs sowie für die zuständige Abteilungsleitung zum Thema Qualitätsmanagement zur Verfügung zu stehen
  • Information der Mitarbeiter des Bereichs über die Inhalte und Entwicklungen des Qualitätsmanagements
  • Identifikation, Bearbeitung und ggf. auch Weiterleitung von Verbesserungspotenzialen
  • Abstimmung der Projekte mit dem jeweiligen Bereichsleiter
  • Projektmitarbeiter im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung
  • Einleitung von Vorbeuge- und Korrekturmaßnahmen auf Basis der Ergebnisse der Internen Audits.

Kommunikationsstrukturen zum Qualitätsmanagement

Top-Down-Kommunikationsstrukturen

Qualitätsmanagement betrifft alle Mitarbeiter in allen Bereichen. Daher ist es wichtig, dass die Ziele des Qualitätsmanagements hierarchie- und berufsgruppenübergreifend in allen Bereichen verstanden werden.

Die Geschäftsführung ist dafür verantwortlich, Strukturen zu definieren, die für die Kommunikation der qualitätsmanagementrelevanten Themen geeignet sind. Hierzu wird ein krankenhausweites Kommunikationsinstrument („Dokumentendatenbank") im Intranet genutzt.

Jede Führungskraft ist dafür verantwortlich, dass die ihren Bereich betreffenden Standards, Verfahrensanweisungen und Leitlinien allen betroffenen Mitarbeitern zur Verfügung stehen und umgesetzt werden.

Folgende Top-Down-Kommunikationsstrukturen zum Qualitätsmanagement bestehen:

  • Monatliche Sitzungen der QM Lenkungsgruppe,
  • Regelmäßige Statussitzungen zwischen LQM und der Geschäftsführung
  • Abteilungsbezogene Informationen über Qualitätsmanagement und Zertifizierung

Eine schriftliche Information zum Qualitätsmanagement sowie aktuelle Änderungen erfolgt durch QM Informationen im Intranet. Qualitätsrelevante Dokumente, die von bereichsübergreifender Bedeutung sind, werden im Intranet für alle Mitarbeiter zur Verfügung gestellt.

Bottom-Up-Kommunikationsstrukturen

Zur Information der Geschäftsführung und der Führungskräfte bestehen folgende Strukturen:

  • Bericht des LQM über die Treffen der QMB (z.B. Vortragsfolien, E-Mail oder mündliche Weitergabe an die Geschäftsführer)
  • Informationsaustausch in der QM Lenkungsgruppe,
  • Bericht zum Stand der Projekte mit Hilfe einer zentralen Maßnahmenplanung

Ein Vorschlagswesen für die Mitarbeiter des Klinikums besteht.

Externe und interne Qualitätssicherung und -entwicklung

Qualitätssicherung der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS)

In den Bereichen Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe und der Medizinischen Klinik existieren feste Ansprechpartner für die externe Qualitätssicherung.

Darüber hinaus ist der LQM für deren Koordination und Organisation verantwortlich.

Die Aufgaben sind:

Interne Qualitätssicherung

Statistiken

Wir nutzen Statistiken, um Entwicklungstendenzen strukturiert darzustellen und aufzeigen zu können.

Zum Beispiel werden Statistiken zu Arbeitsunfällen, Nosokomialinfektionen, Medizinischen Kennzahlen, Personalwirtschaftlichen Kennzahlen und Finanzwirtschaftlichen Kennzahlen erhoben und ausgewertet, sowie zur internen Qualitätssicherung genutzt:

Begehungen

Begehungen finden in unterschiedlichen Bereichen statt, in denen gesetzliche Auflagen erfüllt sein müssen und eine Inaugenscheinnahme zur Beurteilung am besten geeignet ist.

Das Ergebnis von Begehungen wird stets vom Begehenden protokolliert und den Verantwortlichen der begangenen Bereiche zugänglich gemacht.

Arbeitsschutzbegehungen, Hygienebegehungen, Brandschutzbegehungen, Stationsbegehung durch den Apotheker, und „Transfusionsbegehungen" werden durchgeführt.

Interne Audits

Interne Audits finden in besonderen Bereichen in jährlichen Abständen statt. Die Durchführung und Organisation der Internen Visitationen sind geregelt. Für die Durchführung der Audits sind die dazu qualifizierten QMB`s verantwortlich.

Ringmessungen

Das Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin nimmt an den verbindlichen Ringversuchen teil. Verantwortlich hierfür ist der Laborleiter.

Befragungen

Ergebnisse von Zufriedenheitsbefragungen sind ein wichtiges Instrument, um einen kontinuierlichen Abgleich der angebotenen Gesundheitsdienstleistungen mit den geäußerten Erwartungen und Bewertungen zu ermöglichen.

Zu diesem Zweck finden Befragungen bei Einweisern, Patienten und Mitarbeitern statt.

Qualitätsziele

Verantwortlich für die Entwicklung, Formulierung und Fortschreibung der übergeordneten Qualitätsziele ist die Geschäftsführung.

Das Leitbild wurde interdisziplinär und multiprofessionell erarbeitet und bildet den Rahmen für die langfristige Entwicklung. Die Qualitätsziele des QM im Klinikum sind von diesen Zielen und dem Leitbild abgeleitet.

Bisherige Strukturen des Qualitätsmanagements nach DIN / ISO

Voraussetzungen

Es ist unser Ziel, eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2008 für das gesamte Klinikum zu erreichen. Dazu müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • in jedem Bereich muss ein für die Mitarbeiter spürbarer Verbesserungsprozess erfolgen
  • jeder einzelne Bereich muss den Qualitätsanforderungen der DIN ISO 9001:2000 gerecht werden
  • alle Mitarbeiter müssen über das DIN ISO 9001:2000 System angemessen informiert sein

Das Brustzentrum ist seit Oktober 2008 nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.