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Die Geburt

Die normale Geburt
Wir verfolgen das Konzept einer familienorientierten Geburtshilfe, in dem es möglich und gewünscht ist, sich mit Ihren individuellen Vorstellungen Ihrer persönlichen Geburtsgestaltung einzubringen.

So gibt es keine festgelegte Gebärlage. Sie haben die Möglichkeit, sich in unserem Kreißsaal so zu bewegen, wie Sie es gerade möchten. Wir unterstützen Sie dabei und bieten Ihnen alternative Entspannungs- und Gebärmöglichkeiten an.

Dazu gehören:

  • Homöopathie
  • Massage
  • Wärmetherapie-Kirschkernkissen
  • Aromatherapie
  • Akupunktur
  • Entspannungsmusik

Insbesondere der Wechsel zwischen unterschiedlichen Gebärpositionen trägt durch den Erhalt der Mobilität zur Erleichterung des Geburtsverlaufes bei.

Während der Geburt dürfen Sie essen und trinken.

Wir legen größten Wert auf Ihr Wohlbefinden und die Integration Ihres Partners in das Geburtserlebnis. Alle unsere Entbindungsräume sind mit breiten Betten ausgestattet. Diese Entbindungsbetten bieten insbesondere über Nacht für den Beistand des Partners Raum.

Frauen, die sich frei bewegen, brauchen oft weniger Schmerzmittel und haben seltener operative Geburtseingriffe. Haben Sie also keine Bedenken umherzugehen, wenn Sie es wollen. Die aufrechte Position und das Umhergehen machen die Wehen effektiver. Durch die Schwerkraft und den stärkeren Druck des Kindes geht der Muttermund leichter auf. Die Lunge wird in aufrechter Position oder im Vierfüßlerstand entlastet und die Sauerstoffversorgung ist besser. Den Wechsel zwischen verschiedenen Positionen (Sitzen, Stehen, Hocken, Vierfüßlerstand, Liegen usw..) empfinden viele Frauen als angenehm.

Probieren Sie ruhig alle zu Verfügung stehenden geburtserleichternden Hilfsmittel aus:

  • Gebärhocker
    Der Gebährhocker ermöglicht Ihrem Partner, Sie von hinten in die Arme zu nehmen und Sie zu halten. Ihr Becken bleibt beweglich und es wird kein Druck auf große Gefäße ausgeübt.

  • Geburtshilfe - Die GeburtPartoball
    Der Partoball ist eigentlich eine Weiterentwicklung der bei der Geburt schon lange gebräuchlichen Pezzibälle. Die Bälle haben Griffe, an denen Sie sich festhalten können. Sie können auf dem Partoball so Platz nehmen, dass ihre Beine fest am Boden stehen und Sie Ihr Becken gut bewegen können. Der Beckenboden wird auf dem Partoball abwechselnd gedehnt und entspannt. Dadurch ist eine bessere Durchblutung gewährleistet, das Gewebe wird ständig massiert. Eine leichtere Eröffnung der Geburtswege und eine Schmerzlinderung wird somit erzielt.

Wassergeburt
Spätestens seit Dr. Frederick Leboyer`s Philosophien über die natürliche Geburt und den sanften Empfang des Babys in unserer Welt auch bei uns so richtig populär wurden, wünschen sich viele Frauen, ihr Baby im Wasser zur Welt zu bringen. Und es kommt nicht von ungefähr: `Das Abschalten der Sinne nach außen und das Horchen nach innen wird vom Wasser gefördert und intensiviert. Die Intimität und das Geborgensein, für den Geburtsprozess von großer Bedeutung, ist für viele Frauen im Wasser am besten gegeben.

Geburtshilfe - Die GeburtIn besonderer Weise ermöglicht die Wassergeburt es Ihnen, eine eigenverantwortliche Geburt zu erleben, denn sie macht die Gebärende selbständig und aktiv.

Bei kräftigen Geburtswehen werden diese von den Frauen als weniger schmerzhaft empfunden. Die Abstände zwischen den Wehen werden länger und somit auch die Ruhephasen zwischen den Wehen. In den Wehenpausen können Sie sich vom Wasser tragen lassen und neue Energie schöpfen. Das Gewebe wird im Wasser besonders weich, die Elastizität gefördert und der Damm geschont.All dies verringert auch die Geburtsdauer.

Wird das Kind in das Wasser geboren, schützt der so genannte "Diving-Reflex" vor einer Aspiration (dem Einatmen unter Wasser). Es ist gut vorstellbar, dass der Übergang vom Fruchtwasser in dasselbe Element für das Baby sanfter ist.

^Geburtshilfe - Die GeburtWenn sie Ihr Kind im Wasser zur Welt bringen möchten, ist dies jederzeit möglich. Als Voraussetzung sollte ein unauffälliger Schwangerschaftsverlauf vorliegen. Die kindlichen Herztöne sollten vor und während des Aufenthaltes in der Gebärwanne einen unauffälligen Befund ergeben. Die Entbindung wird bei Auftreten von Komplikationen jederzeit außerhalb der Wanne fortgesetzt.

Bitte kommen Sie in der 36 SSW zu einem Vorgespräch (Anmeldung). Dies bietet Ihnen auch die Gelegenheit zur Besichtigung der Entbindungswanne und der Besprechung offener Fragen rund um die Wassergeburt.

 

Ambulante Geburt
Nach der Geburt können Sie spontan entscheiden, ob Sie mit Ihrem Baby noch einige Tage auf der Entbindungsstation verbringen oder nach Hause gehen möchten. Wenn es Ihnen und Ihrem Baby gut geht, ist dies frühestens 4-6 Stunden nach der Entbindung möglich. Voraussetzung ist, dass Sie bereits eine Hebamme und einen Kinderarzt haben, die nach der Entlassung die häusliche Nachsorge und die U2-Untersuchung beim Kind übernehmen.
Wenn Sie eine Hebamme für die häusliche Nachsorge nach der Geburt benötigen, stehen Ihnen unter Abobe Reader Hebammenliste unsere Hebammen zur Verfügung.

Beckenendlagengeburt
Im Laufe der Schwangerschaft kommt es nicht selten zu spontanen kindlichen Drehungen in der Gebärmutter, wobei es die normalerweise abnehmende Fruchtwassermenge zum Ende der Schwangerschaft dem Kind zunehmend schwieriger macht, seine eingenommene Position dann noch zu ändern. Cirka 5 % der Kinder liegen zum Geburtstermin mit dem Steiß voran in einer so genannten Beckenendlage. Dieser Umstand verhindert nicht von vornherein die Durchführung einer "normalen Geburt" - günstiger dafür ist allerdings das Vorliegen einer Schädellage, bei der der vorangehende Kopf die Geburtswege aufgrund seines Umfanges am besten dehnt, nach der Geburt folgt der restliche Körper in aller Regel von alleine.

Um dem Kind die Einnahme dieser geburtsmechanisch günstigen Position zu ermöglichen, bieten wir folgende Möglichkeiten zur Wendung an :

  • "Moxibustion"
    Diese Methode kommt aus der "traditionellen chinesischen Medizin" (TCM). Dabei wird in mehrfachen Sitzungen zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche ein bestimmter Akupunkturpunkt der beiden kleinen Zehen mit einer speziellen chinesischen "Moxa-Zigarre" erwärmt - hierdurch kann eine Erhöhung der Rate an Spontandrehungen von 25 % bei nicht behandelten auf über 50 % erreicht werden.
  • "äußere Wendung"
    Falls das Kind seine Position beibehält, bieten wir in der 37. bis 38. Schwangerschaftswoche den Versuch einer äußeren Wendung an. Hierbei versuchen wir, das Kind von außen mit den Händen zur Durchführung einer Rolle in der Gebärmutter zu bewegen, wie es nach vorheriger, ausführlicher Ultraschalluntersuchung günstig erscheint. Dies kann in cirka der Hälfte der Fälle möglich sein. In weniger als 1 % der Fälle kann wegen einer dadurch ausgelösten Komplikation allerdings die unverzügliche Durchführung eines Kaiserschnittes notwendig werden. Aus diesem Grund wird die Wendung in unmittelbarer OP-Bereitschaft im Kreißsaal-OP durchgeführt

Planung der Geburt
Wenn Ihr Kind bis zum Ende der Schwangerschaft weiter in Beckenendlage liegt, werden wir Sie im Rahmen der Vorstellung in der Entbindungsklinik bei der Auswahl des für Sie optimalen Entbindungsweges beraten. Die endgültige Entscheidung erfolgt natürlich nur mit Ihrer Zustimmung. In einigen Fällen (zum Beispiel bei eventuell zu großem Kind) wird von vornherein die Durchführung eines geplanten "primären" Kaiserschnittes notwendig sein. Zur Vermeidung kindlicher postpartaler Anpassungsstörungen sollte dieser nicht früher als eine Woche vor dem errechneten Termin durchgeführt werden. Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Kind auf normalem Weg zu entbinden, wird nach Möglichkeit das Einsetzen der eigenen Geburtswehen abgewartet. - Wenn es vorher zu Hause zu einem vorzeitigen Blasensprung kommt, sollten Sie sich unverzüglich hinlegen und einen Krankentransport für die Fahrt zum Krankenhaus bestellen. -  Da der vorangehende Po des Kindes die Geburtswege nicht so schnell dehnt, wie der deutlich härtere Kopf im Falle einer Schädellage, kann die Geburt etwas länger dauern, eine Schmerzlinderung durch eine Abobe Reader Periduralanästhesie (PDA) kann hilfreich sein. Sollten sich unter der Geburt Gefahren für Sie oder Ihr Kind ergeben, ist ein Umsteigen auf einen "sekundären" Kaiserschnitt - wie auch bei einer Geburt aus Schädellage - jederzeit möglich.

Kaiserschnitt
Aus dem Schwangerschafts- oder Geburtsverlauf heraus können sich verschiedene Umstände ergeben, die eine Geburt des Kindes auf normalem Wege nicht ratsam erscheinen lassen. Ist im Vorgespräch der Termin für einen geplanten Kaiserschnitt festgelegt, werden die notwendigen Vorbereitungen am Tag vor dem geplanten Eingriff ambulant durchgeführt. Die stationäre Aufnahme erfolgt erst am Morgen des OP-Tages.

In einer akuten Gefahrensituation für Mutter oder Kind wird die Operation in einer Vollnarkose durchgeführt werden müssen, da ihr früher Wirkungseintritt die schnellstmögliche Durchführung des Eingriffes ermöglicht, um den Gefahrenzustand zu beenden.

In der Regel führen wir eine geplante Schnittentbindung allerdings in einer Spinalanästhesie (SPA) durch, die bei erhaltenem Bewusstsein zu einer vollständigen Schmerzfreiheit führt. Somit ist die Mutter noch während der Operation in der Lage, mit dem neben ihr sitzenden Vater im OP-Saal den ersten Kontakt zu ihrem neugeborenen Kind herzustellen. Auch das postoperative gemeinsame Verbleiben im Kreißsaal trägt wesentlich zum frühzeitigen Bonding bei.

Den Eingriff führen wir in Anlehnung an die schonende Methode nach "Misgav Ladach" durch, bei der weniger Gewebe mit dem Messer durchtrennt wird. Stattdessen können durch stumpfes Dehnen zahlreiche Strukturen erhalten werden, was zu einem deutlich schnelleren Heilungsverlauf beiträgt. So können Mutter und Kind meist bereits am 4. postoperativen Tag aus der Klinik entlassen werden, sofern dies gewünscht wird. Gerade in diesem Fall raten wir jedoch zur Inanspruchnahme einer Hebammennachsorge, (Abobe Reader Hebammenliste) bei deren Vermittlung wir gerne behilflich sind.

Schmerztherapie
Schmerzen während der Geburt werden von jeder Frau unterschiedlich wahrgenommen. Selbst Frauen, die bereits mehrere Kinder zur Welt gebracht haben, empfinden den Schmerz bei jeder Geburt anders. Manche Frauen stecken die Schmerzen einfach weg, andere kommen gegen Ende der Eröffnungsphase an ihre Grenzen.

Die besten Voraussetzungen für eine schmerzarme Geburt sind Zuversicht, Selbstvertrauen und Zuwendung durch Ihren Partner und unser Geburtshilfeteam.

Wir möchten Ihnen hier einige Wege vorstellen, mit dem Schmerz unter der Geburt auf natürliche Weise fertig zu werden. Sie sollen Ihnen helfen, sich optimal zu entspannen. Ebenso stellen wir Ihnen medizinische Geburtserleichterungen vor.

  • Entspannungsbad
    Warmes Wasser entspannt, beruhigt und senkt die Schmerzempfindlichkeit. Die Last des Babybauchs wird minimiert, die Rückenschmerzen lassen nach. Sie können zusammen mit Ihrem Partner in unserem großen Whirlpool ein Bad nehmen und den entspannenden Sprudeleffekt genießen. Eine angenehme Umgebung mit Kerzenlicht, Duftlampe und Entspannungsmusik - und das Gefühl von Geborgenheit wirkt sich positiv aus.
  • Akupunktur & Homöopathie
    Homöopathische Mittel werden in verdünnter Form als Globuli verabreicht. Allgemein gültige Aussagen, welches homöopathische Mittel gerade Ihnen hilft, können nicht getroffen werden. Unsere Hebammen berücksichtigen bei der Behandlung sowohl Ihre individuellen Beschwerden als auch Ihre Persönlichkeit bei der Festlegung der Therapieform. Es ist möglich, dass bei gleichen Beschwerden verschiedener Frauen, ganz unterschiedliche Mittel verabreicht werden.
    Die Akupunktur hat sich zur Geburtserleichterung fest etabliert. Sie stellt eine Jahrtausend alte, traditionelle chinesische Heilkunde dar und setzt die körpereigenen Schmerzstoffe, die Endorphine frei. Mit der geburtsvorbereitenden Akupunktur soll die Chance auf eine leichte Eröffnungsphase gesteigert werden. Dadurch wird in der Regel eine Verkürzung der Geburtsdauer erreicht. Akupunktur unter der Geburt soll der Schmerzlinderung und der psychischen Entspannung dienen. Dabei werden in der Regel von Hebammen entspannende und schmerzlindernde Akupunkturpunkte gesetzt, um diese zu stimulieren.
  • Periduralanästhesie (PDA)

Bonding
Die ersten Stunden Ihres Kindes. Bonding heißt die Ermöglichung des Hautkontaktes zwischen Mutter und Kind. Damit soll das Urvertrauen des Kindes geweckt bzw. erhalten werden. In unserem Kreißsaal wird großer Wert darauf gelegt, der jungen Familie viel Zeit für das erste "Beschnuppern" zu geben. Wir lassen nach Möglichkeit die Nabelschnur auspulsieren damit die Verbindung zwischen Mutter und Kind nicht abrupt getrennt wird. Das Kind darf sich langsam in den Armen von Mutter und Vater an die neue Umgebung anpassen. Die Eltern dürfen Ihr Baby in aller Ruhe bestaunen und begrüßen. Wenn Sie Stillen möchten, können Sie gleich nach der Geburt das Kind an die Brust legen. Kurz nach der Geburt ist der Saugreflex am stärksten ausgeprägt und somit der geeignete Zeitpunkt zum ersten Anlegen. Dabei sind wir Ihnen gerne behilflich.