
Strahlentherapie
Was ist Strahlentherapie? Bei der Strahlentherapie handelt es sich um ein medizinisches Fachgebiet, in dem unter Nutzung der Wirkung von ionisierenden Strahlen Erkrankungen behandelt werden. Die Strahlentherapie wird häufig in Kombination mit einer Chemotherapie und/ oder einer Operation (eventuell auch in Begleitung einer medikamentösen Behandlung) mit dem Ziel durchgeführt, Tumorzellen zu „zerstören". Gesundes Gewebe soll hierbei nach Möglichkeit nicht geschädigt werden. Auch bei einigen gutartigen Erkrankungen kommt die Strahlentherapie zum Einsatz - allerdings deutlich seltener.
Warum und wann Strahlentherapie? Die Rolle und Notwendigkeit der Strahlenbehandlung (Indikation) wird am Besten für jeden einzelnen Patienten im Rahmen einer interdisziplinären Konferenz gemeinsam entschieden. Im Zusammenspiel mit den anderen Behandlungsmöglichkeiten wie die Chemotherapie, Hormontherapie, Immuntherapie etc. wird der Zeitpunkt der Strahlentherapie festgelegt. Beste Ergebnisse werden meist erreicht durch die Kombination verschiedener Therapie-Methoden. Nicht selten werden beispielsweise Chemotherapie und Bestrahlung gemeinsam eingesetzt.
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Häufig ist die Strahlentherapie nach der Operation und nach der Chemotherapie notwendig, um die Chance der örtlichen Sanierung zu erhöhen und um das Risiko eines örtlichen Rückfalls des Tumors zu minimieren.
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Gelegentlich wird noch vor eine Tumoroperation die Bestrahlung durchgeführt, um den Tumor vor einer Operation zu verkleinern.
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Einige Tumorerkrankungen sind nicht gut zu operieren, aber besonders gut mit einer Bestrahlung alleine zu heilen oder ausreichend zu beeinflussen.
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Leider gibt es auch Situationen, in denen eine Heilung der Erkrankung nicht möglich ist, da beispielsweise viele Metastasen vorhanden sind, die nicht einzeln operiert werden können oder nicht gut auf eine Chemotherapie ansprechen. Für solche Situationen wird Strahlentherapie „am Ort der Not" eingesetzt, um die Beschwerden zu lindern und die Krankheit wenigstens an bestimmten Stellen zurückzudrängen
Strahlentherapie unverzichtbar in der Krebsbehandlung Vor 110 Jahren entdeckte Wilhelm-Conrad-Röntgen die nach ihm benannten Strahlen. Seit nun mehr als 100 Jahren werden nicht nur „Röntgenstrahlen", sondern auch eine Reihe andere Strahlenarten für die Tumorbehandlung eingesetzt. Die Wertigkeit der Strahlentherapie in der Krebsbehandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten trotz enormer Fortschritte in anderen Gebieten der Medizin (Chemotherapie, Chirurgie, Immuntherapie) stetig verändert und verbessert. Sie ist heute wichtiger und wertvoller in der Tumorbehandlung denn je. Die Strahlentherapie ist heute maßgeblich an mehr als der Hälfte aller Krebsheilungen beteiligt.
Gute Ergebnisse und geringe Nebenwirkungen der Bestrahlung Die befürchteten „Verbrennungen" und bleibenden „Strahlenschäden" sind Dank moderner Bestrahlungsgeräte und vor allem durch die sehr genauen Dosisberechnungen vor der Therapie inzwischen sehr selten. Die Therapie ist bei den meisten Patienten ambulant möglich und nimmt ca. 4 bis 7 Wochen in Anspruch (mit ca. 20 bis 35 Behandlungssitzungen). Eine Bestrahlungssitzung dauert nur wenige Minuten und findet meist 5-mal wöchentlich (Montag bis Freitag) statt. Die Anzahl der Bestrahlungen hat nichts mit dem Schweregrad der Erkrankung zu tun und hängt letztlich davon ab, wie stark die tägliche Bestrahlung sein muss, um die gewünschte Wirkung auf die Tumorzellen zu erzeugen, die gesunde Umgebung möglichst nicht zu beeinträchtigen und letztlich welche Gesamtbestrahlungsdosis durch die täglichen „Portionen" erreicht werden soll.
Kein „Bunkergefühl", keine Platzangst Die Bettenstation der Strahlentherapie befindet sich auf Ebene 6 (Station 6 B1). Die übrigen Räume der Strahlentherapie im Klinikum Bremerhaven befinden sich im Erdgeschoss des Krankenhauses. Ein Großteil dieser Räume ist in einem lichtdurchfluteten Neubau untergebracht. Hier befinden sich die beiden Linearbeschleuniger, der Bestrahlungssimulator und Räume für die Bestrahlungsplanung , Planungs-Computertomograph und Physik. Patienten können die Abteilung über einen eigenen Eingang am Neubau betreten. Die Räume sind hell und freundlich, auch der Bestrahlungsraum mit dem Linearbeschleuniger ist recht groß und hell. Das Bestrahlungsgerät Linearbeschleuniger sieht aus wie ein größeres Röntgengerät und steht etwa ein Meter vom Patienten entfernt. Zwar muss man als Patient während der Behandlung im Raum alleine bleiben, aber es besteht Sichtkontakt mit Videokamera und Tonkontakt zu Ärzten und medizinisch-technischen Angestellten. Die Bestrahlungszeit für die einzelnen Bestrahlungsfelder dauert immerhin nur ca. eine Minute und die gesamte Behandlung dauert meist weniger als zehn Minuten. Unser erfahrenes und freundliches Team setzt sich stark dafür ein, damit die Patienten sich wohl, geborgen und kompetent behandelt fühlen
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