Herzzentrum Bremerhaven: TAG DER OFFENEN TÜR am 12. 11. 16

Zusammen mit den Kardiologischen Praxen Bremerhavens und der Deutschen Herzstiftung veranstaltet das Herzzentrum Bremerhaven (Medizinische Klinik II) am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide am 12. November 2016 von 9.00 Uhr - 12.30 Uhr im 3. OG des Klinikums einen „Tag der offenen Tür“ mit interessanten Vorträgen und Vorführungen im Dienst der Herzgesundheit. Außerdem präsentiert sich die Kardiologie des Klinikums mit einer Ausstellung zu ausgewählten Themen rund um das Thema Herzgesundheit im „KBR-Forum“ im Foyer des Hauses.

Der Chefarzt der Medizinischen Klinik II (Kardiologie), Prof. Dr. Rüdiger Dißmann

Das Herzzentrum Bremerhaven unterstreicht mit dem „KBR-Forum“ und dem „Tag der offenen Tür“ seine Bedeutung für die Prävention und die Behandlung unterschiedlicher Herzkrankheiten in Bremerhaven und Umgebung.

Im Mittelpunkt des „Tags der offenen Tür“ stehen Vorträge von erfahrenen Kardiologen für Patienten und Interessierte. Ergänzt werden diese Vorträge von 11.00 bis 12.30 Uhr von Informationsständen der Deutschen Herzstiftung, zur Blutdruck- und Zuckermessung sowie zur Erläuterung der Funktionen von Herzsschrittmachern und Defibrillatoren. Führungen im Schrittmacher-OP, im Herzkatheterlabor und auf der zertifizierten Brustschmerzstation (Chest-Pain-Unit) sind weitere interessante Programmpunkte. Darüber hinaus werden Übungen zur Reanimation (Wiederbelebung) angeboten.

Vortragsprogramm von 9.00 Uhr - 11.00 Uhr:

1. Prof. Dr. Rüdiger Dißmann: "Herzinfarkt erkennen und richtig behandeln!“

2. Dr. Oliver Meyer: „Schrittmacher, Defibrillator, CRT – aktuelle Möglichkeiten zur Behandlung von Rhythmusstörungen und Herzschwäche.“

3. Dr. Joachim Schröder: „Herzschwäche – die Epidemie des 21. Jahrhunderts.“ Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten.

4. Dr. Thomas Sievert: „Verengungen der Halsschlagader – mit einem Stent den Schlaganfall verhindern.“

Die kardiologische Kompetenz der Unterweserregion ist im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide konzentriert: Die Kardiologie im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide bildet gemeinsam mit den beiden kardiologischen Praxen der Stadt eine verlässliche Versorgung von Patienten mit Herzerkrankungen.

In Kooperation mit den niedergelassenen Kardiologen bietet das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide seit 2006 eine 24-Stunden Herzkatheterbereitschaft für Patienten mit frischem Herzinfarkt. Die zertifizierte Chest-Pain-Unit ("Brustschmerzstation") fungiert darüber hinaus als Zentrale für alle Patienten mit Brustschmerzen aus Bremerhaven und der Umgebung. Aufgrund des gestiegenen Bedarfs wurde 2015 ein zweiter Linksherzkathetermessplatz eingerichtet. Neben dem seit Jahren betriebenen Herzkatheterlabor am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gibt es einen speziellen Operationssaal zur Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Rüdiger Dißmann gemeinsam mit allen in Bremerhaven niedergelassenen Kardiologen. 

Nur durch Konzentration von bereits jetzt schon zehn Kardiologen am Standort Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide besteht die Möglichkeit, sowohl die 24-Stunden-Bereitschaft qualifiziert zu garantieren und gefährliche Wartezeiten zu vermeiden als auch für die Patienten wichtige neue Methoden und Behandlungsverfahren weiterzuentwickeln und aufzubauen.

„Vergleicht man international die Krankenhaus-Sterblichkeit beispielsweise beim akuten Herzinfarkt, so lag Deutschland 2011 deutlich über dem EU-Durchschnitt, hatte also geringere Behandlungserfolge als nahezu alle anderen EU-Länder. Auf der Suche nach Gründen stößt man auf folgende Evidenzstücke: Akute Herzinfarktpatienten können in 1.400 von 1.700 Akut-Krankenhäusern eingeliefert werden. Davon behandeln 800 im Durchschnitt weniger als einen Fall pro Woche und haben eine deutlich stärkere Mortalität als die größeren Krankenhäuser. (...) Ein grundlegendes Problem ist damit, dass in Deutschland zu viele Häuser vorhanden sind. Vergleicht man beispielsweise die Versorgungssituation in Berlin mit der Situation in Wien, so gibt es in Berlin 36 Krankenhäuser, die Herzinfarktpatienten aufnehmen, in Wien sind es am Tag hingegen 6, nachts sogar nur 2, in denen die dort tätigen Ärzte im Schichtdienst arbeiten, nicht in 24-Stunden Diensten, wie in Deutschland.“

In: Zum Verhältnis von Medizin und Ökonomie im deutschen Gesundheitssystem; Dokumentation des Symposiums am 21. Januar 2016; Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften –, S. 8 f (http://www.leopoldina.org/de/publikationen/detailansicht/publication/zum-verhaeltnis-von-medizin-und-oekonomie-im-deutschen-gesundheitssystem-2016/)

Meldung vom: 06.11.2016