Update Kinderanästhesie - Was könnte wirklich werden?

Ansprechpartner

PD Dr. med. Oliver C. Radke, DEAA MHBA
Chefarzt

Chefarztsekretariat
Anke Meyer-Frenz

0471 299-3268

0471 299-3286

Anaesthesie@klinikum-bremerhaven.de

Colloquium am 27. August 2019

16:30 Uhr, Konferenzraum „Borkum“, 3. Etage, Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Die perioperative Versorgung von Kindern spielt seit Beginn der Anästhesie eine große Rolle. Anatomische, physiologische und pharmakologische Unterschiede machen den Unterschied zum Erwachsenen aus. Das Thema Medikamentensicherheit in der Kinderanästhesie greift in der aktuellen S2-Leitlinie ein Thema auf, mit dem Ziel, die Rate an Fehldosierungen bei Medikamentenapplikation zu vermindern.

Neben der Pharmakologie hat sich gezeigt, dass ein Überschreiten der Nüchternzeiten neben zentralnervösen Veränderungen zu Blutdruckabfällen, Dehydratation und relativem Glucosemangel führen und das zu operierende Kind gefährden kann.

Das Atemwegsmanagement in der Kinderanästhesie verlangt neben manuellem Geschick und Erfahrung eine profunde Kenntnis der anatomischen und physiologischen Besonderheiten von Neugeborenen, Säuglingen und Kindern aller Altersstufen. Neu extraglottische Atemwegshilfen werden in der Notfallmedizin und der Anästhesie kontrovers diskutiert.

Postoperative kognitive Defizite bis hin zum Delir, das mit einer Inzidenz von 12-13% signifikant höher als bei Erwachsenen ist, spielen eine strategische Rolle bei der Planung des Anästhesieverfahrens und machen eine ambulante Anästhesie nicht mal eben so zu einem „ Selbstgänger“!

Ebenso verhält es sich mit der postoperativen Übelkeit. Gibt es neue PONV-Konzepte?

All diese Geheimnisse wird Herr Professor Kienbaum, stellvertretender Direktor der Klinik für Anästhesiologie für uns im Rahmen dieses hochspannenden anästhesiologischen Potpourris lüften. Herr Professor Kienbaum ist Experte auf dem Gebiet der Kinderanästhesie.

Wir freuen uns sehr auf Sie und Euch!

Oliver Radke
Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH

Ralf Winter
Ltd. Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven

Informationen zur Veranstaltung

Das Bremerhavener Anästhesie-Colloquium findet im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide statt.

Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH
Postbrookstraße 103, 27574 Bremerhaven

Veranstaltungsort: Konferenzraum „Borkum“ in der 3. Etage.

Die Veranstaltung wird von der Ärztekammer Bremen mit 2 Fortbildungspunkten zertifiziert. Hier können Sie sich den Informationsflyer der Veranstaltung "Update Kinderanästhesie - Was könnte wirklich werden?" herunterladen.

Programm

  • 16:30 Uhr - Begrüßung (O. Radke)
  • 16:40 Uhr - Kinderanästhesie (P. Kienbaum)
  • 17:40 Uhr - Imbiss und gemeinsamen Diskussion
  • 18:30 Uhr - Ende der Veranstaltung

Dozent

Prof. Dr. med. Peter Kienbaum, Jahrgang 1968, hat in Düsseldorf und Basel Humanmedizin studiert. Seine Ausbildung zum Anästhesiologen und Intensivmediziner hat er zunächst an der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums in Düsseldorf (1994-1996) und dann an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums in Essen (1996-2006) absolviert, wo er von 2004 bis 2006 als leitender Oberarzt tätig war.

Seit 2007 ist er Stellvertretender Direktor der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum in Düsseldorf. Er hat sich mit Mechanismen der Kreislaufregulation und deren Beeinflussung durch Anästhetika beim Menschen habilitiert (2002).

Sein klinisches und wissenschaftliches Interesse gilt der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik moderner Anästhetika, weil die fundierte Kenntnis der pharmakologischen Eigenschaften der in der Anästhesiologie eingesetzten Arzneimittel nicht nur die Basis einer sicheren Anästhesieführung, sondern auch zur optimalen Erholung nach Anästhesie und operativem Eingriff bei Patienten aller Alters- und Risikoklassen beiträgt. Als Vater von 3 Kindern ist ihm die Versorgung der uns anvertrauten kleinen Patienten ein besonders Anliegen.

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