Hygiene auf der ITS – ein voller Erfolg!

Zusätzliche Hygienemaßnahmen auf der ITS bringen Erfolge in der Infektionsprävention.

Die Hygienemaßnahmen auf einer Intensivstation sind überaus umfangreich, aufwendig und die Summe vieler Einzelmaßnahmen. Eine dieser Maßnahmen ist beispielsweise die regelmäßige Flächenreinigung und Desinfektion (2 x täglich durch die Reinigungskräfte) sowie die Desinfektion der Arbeitsflächen und der Flächen im Patientenzimmer 1 x pro Schicht durch die Pflegefachkräfte. Weiter werden Desinfektionsmaßnahmen der Arbeitsbereiche vor und nach jeder Tätigkeit durch die Mitarbeiter der ITS durchgeführt.

Beim Auftreten von Multiresistenten Erregern (MRE) sind die Einzelzimmerunterbringung von Patienten/innen mit MRE und der damit verbundene Einsatz von Schutzausrüstung für Mitarbeiter/innen nur ein Bruchteil der zu beachtenden Hygienemaßnahmen. Einen besonders hohen Stellenwert in der Infektionsprävention hat die Händedesinfektion, sowohl auf der ITS als auch in anderen Bereichen.

Neben den schon bestehenden Maßnahmen wurde Ende 2017 ein Maßnahmenbündel zur Prävention von Infektionen und Übertragungen von MRE für die ITS geschnürt. Dieses Maßnahmenbündel beinhaltet unterschiedliche Ansätze zur Verbesserung der  Prävention von Infektionen. Das patientenbezogene Tragen einer Schutzschürze und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei jedem Patientenkontakt sind ein Teil des neuen Präventionsprogramms. Eine weitere Neuerung war die Einführung der täglichen antiseptischen Waschung aller Intensivpatienten, die im Rahmen einer Studie ab Februar 2018 auf der ITS eingeführt und begleitet wurde.

Die neuen Maßnahmen wurden innerhalb weniger Tage von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ITS in den Tagesablauf integriert. Die Hygienefachkraft hat hierbei besondere Unterstützung geleistet. Das Personal wurde im Zuge der Umstrukturierungen gesondert geschult, um den schon nach kurzer Einarbeitungszeit entstandenen Erfolg langfristig zu wahren. Alle Maßnahmen sind bereits zur Normalität geworden und heute nicht mehr aus dem Tagesablauf sowie der aufwendigen Patientenversorgung auf der ITS wegzudenken.

Zusätzlich wurde eine Anordnung erlassen, nach der Jacken und langärmelige Kleidung beim Zutritt der ITS abzulegen sind. Dafür wurden am Haupteingang der ITS gegenüber dem Händedesinfektionsspender Haken angebracht. Die neuen Haken werden gut genutzt und die Anordnung wurde ebenfalls von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ITS sowie auch allen Mitarbeitern des KBR, die auf der  ITS Patienten konsiliarisch betreuen oder bei Verlegungen auf Normalstationen abholen, erfolgreich umgesetzt.

Die Krankenhaushygiene am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide begutachtet und beurteilt die Händedesinfektion und den Verbrauch von Händedesinfektionsmitteln im Rahmen der KISS-Erfassung schon seit einigen Jahren. Die Überwachung wird mit Hilfe eines Hand-KISS-Moduls durchgeführt. Die KISS-Erfassung beinhaltet die Bewertung und Rückmeldung an die Mitarbeiter zur Compliance der Händehygiene auf den einzelnen Stationen des Klinikums.

Die Ergebnisse aus dem Jahr 2018 haben die Verbesserung der Händehygiene auf der ITS nochmals bestätigt und den Erfolg der letzten Jahre untermauert. Der schon in den Vorjahren hohe Wert von 46 Händedesinfektionen pro ITS-Patient/Tag konnte auf einen Wert von 52 Händedesinfektionen pro ITS-Patient/Tag gesteigert werden. Die Infektionsraten sind gesunken und die Übertragungsraten von MRSA konnten auf ein Minimum reduziert werden.

Zweimal wöchentlich findet eine ABS-Visite mit dem Apotheker (Hrn. Dr. Haerting) statt, die regelmäßig von einer Hygienefachkraft begleitet wird. Bei dieser Visite beobachtet die Hygienefachkraft unter anderem die Umsetzung der Hygienemaßnahmen aller Berufsgruppen. Sofern etwas negativ auffällt wird es direkt angesprochen. Positives wird regelmäßig zur Sprache gebracht. Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der ITS und der Krankenhaushygiene am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide macht deutlich, dass viele Hygieneverbesserungen auf die großartige Arbeit der ITS zurückzuführen sind.

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