Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Die Klinik für Kardiologie des Klinikums Bremerhaven Reinkenheide (KBR) ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie e.V. (DGK) als „Stätte der Zusatzqualifikation für Spezielle Rhythmologie, Teilbereiche invasive Elektrophysiologie und aktive Herzrhythmusimplantate“ anerkannt worden. Damit bestätigt die DGK der Kardiologie am KBR besondere Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten im Bereich der speziellen Rhythmologie, die sich an die Anforderungen der European Heart Rhythm Association (EHRA) anlehnen.

Dr. Kristin Drechsler, medizinische Geschäftsführerin am KBR, unterstreicht die Bedeutung dieser Auszeichnung: „Schätzungsweise 15 Millionen Deutsche leiden zeitweise an Vorhofflimmern, der häufigsten Form der Herzrhythmusstörung. Die Auszeichnung der DGK belegt die starke Expertise und Routine, die Prof. Dißmann und sein Team in der Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung haben“, kommentiert Drechsler.

Dr. Dirk Müller, Spezialist für Elektrophysiologie in der Klinik für Kardiologie im KBR, hat das umfassende Curriculum durchlaufen und verantwortete zudem die Erreichung der Anerkennung als Stätte der Zusatzqualifikation. Prof. Rüdiger Dißmann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Nephrologie und Dialyse am KBR, ist stolz auf diesen Schritt: „Dr. Müller ist bereits seit 2017 bei uns tätig und hat seither rund 300 elektrophysiologische Untersuchungen pro Jahr durchgeführt. Unsere Patientinnen und Patienten profitieren tagtäglich von dieser hohen Erfahrung und Kompetenz. Umso mehr freue ich mich, dass sich dies nun auch in einer Anerkennung durch die DGK ausdrückt“, so Dißmann.

Die ärztliche Fortbildung zum Rhythmologen erfolgt im Rahmen des sogenannten „Curriculum Spezielle Rhythmologie“ der DGK. Seit 2017 wurden die Behandlungsmethoden zur Erkennung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen im KBR etabliert. Die Zertifizierung durch die DGK stellt die Anerkennung der geforderten Qualifikation und Qualität der Behandlung durch die Fachgesellschaft dar. Müller freut sich insbesondere über die Vorteile für den Bereich der Fortbildung: „Wir sehen einen klaren Bedarf an qualifizierten und entsprechend zertifizierten Fachärzten für die Rhythmologie. Deshalb ist es gut, dass wir mit der Anerkennung durch die DGK Fachärzte bei uns im Haus nun dabei unterstützen können, eine entsprechende Zusatzqualifikation zu erlangen.“ Ein weiterer Kollege befindet sich bereits seit Dezember 2019 in der Ausbildung nach Maßgabe des Curriculums.

 

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Prof. Dissmann  Dr. Müller

Chefarzt Prof. Dissmann und Dr. med. Müller

 

Über die Fachgebiete

Die Rhythmologie ist ein Teilgebiet der Kardiologie und beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Normalerweise schlägt das Herz eines Erwachsenen mit einer Frequenz von 60 bis 100 Schlägen pro Minute. Gerät der Herzschlag aus dem Takt, spricht man von einer Herzrhythmusstörung. Dabei schlägt das Organ zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig.

Die Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) und Katherablation ist eine spezielle Herzkatheter-Untersuchung bei Patientinnen und Patienten zur Abklärung von Herzrhythmusstörungen. Mit ihrer Hilfe kann die Entstehungsursache der Erkrankung untersucht werden, um anschließend einen passenden Therapieplan zu erstellen. In den meisten Fällen kann nach der EPU in gleicher Sitzung eine Katheterablation, d.h. Verödung oder Vereisung der Rhythmusstörung durchgeführt werden.

Aktive Herzrhythmusimplantate sind elektronische Geräte, die dem Patienten zur Behandlung oder Diagnostik von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Hierzu zählen Herzschrittmacher, Defibrillatoren und sogenannte Eventrekorder.

 

Hier geht es zu unserer Klinik für Kardiologie und zur Elektrophysiologie.

Nähere Informationen über die Anforderungen einer Anerkennung als „Stätte der Zusatzqualifikation“ durch die DGK finden Sie unter diesem Link.

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