Startschuss für das „Projekt Kinderklinik“

Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide bereitet sich auf neue Kinderklinik vor / „Umzug ist mehr als ein Verwaltungsakt“ / Projektgruppe nimmt Arbeit auf

Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide erwartet Zuwachs: Die Kinderklinik, bislang in Trägerschaft von AMEOS, soll ans städtische KBR umziehen. Eine Mammutaufgabe, auf die sich das Klinikum auf allen Ebenen vorbereitet. Am Mittwoch (17.07.2019) fand das erste Treffen der „Projektgruppe Kinderklinik“ am KBR statt. Mit dabei waren Mitarbeiter von KBR und Ameos. Auch niedergelassene Ärzte sind mit am Tisch. Während es in der bereits bestehenden Lenkungsgruppe zum Klinikumzug um Verwaltungs- und Finanzierungsfragen geht, sollen in der Projektgruppe die konkreten Betriebsabläufe geklärt werden.

„Ein Umzug ist aber mehr als ein Verwaltungsakt. Deshalb ist es wichtig, dass alle Beteiligten von Anfang an mit am Tisch sind“, so Prof. Tido Junghans, medizinischer Geschäftsführer des KBR. Er informierte in der Sitzung über den aktuellen Stand. „Unser Ziel ist es, am 1. Januar 2020 mit der Versorgung zu starten, also die Kinderklinik am Standort Reinkenheide zu haben. Hierfür liegen noch nicht alle notwendigen behördlichen Unterlagen vor. Um dieses sportliche Ziel „Jahreswechsel 2020“ realisieren zu können, müssen wir insofern in Vorleistung treten.“ Nach den aktuellen Planungen stehen bereits im September Umbau- und Umzugsmaßnahmen an.

Zunächst könnte eine Zwischenlösung so umgesetzt werden: Die Kinderklinik wird vorläufig in das „MA-Gebäude“ des Klinikums einziehen, an dem bis Jahresende ein Ergänzungsbau in Modulbauweise errichtet wird. Die bisher im MA-Gebäude beheimateten Teile der Hautklinik werden ins Haupthaus verlegt, was wiederum dort für Änderungen und Teil-Umzüge sorgt. „Das Projekt verursacht Wellen im ganzen Haus“, so Junghans. „Aber es gibt eine große Bereitschaft, dies umzusetzen. Es ist unser Ziel, gemeinsam mit dem hochmotivierten Team der Kinderklinik, schon bald die jungen Patienten hier am KBR zu versorgen. Dafür sind viele im Haus bereit, in der eigenen Abteilung Hilfe oder Platz anzubieten.“

Auch jenseits der Umzugspläne und baulichen Maßnahmen ist noch viel zu tun: „Wir bereiten uns auf allen Ebenen auf die neuen Kinderpatienten vor. In der Projektgruppe wurden hierzu bereits zahlreiche Schnittstellen benannt“, berichtet Junghans. Betroffen seien verschiedene medizinische Bereiche, wie Gynäkologie und Geburtshilfe, Radiologie, Chirurgie und Anästhesie. Es gehe aber auch um die IT, die Wirtschafts- und Versorgungsdienste oder den Rettungsdienst.

Insgesamt läuft das Projekt über mehrere Jahre. Am Ende soll eine neu konzipierte Kinderklinik am Standort Reinkenheide stehen, mit modernen Räumlichkeiten und Prozessen, in der auf über 1.400 qm rund 40 Betten und eine zusätzliche Ambulanz zur Verfügung stehen.

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